Über uns

Kleine Galerie unserer vierbeinigen und zweibeinigen Mitbewohner (Tiere & Wildtiere) – Momente voller Leben und Persönlichkeit.
Über uns Wir wohnen in einem gemütlichen Häuschen im Bayerischen Wald, direkt an einem kleinen Bach und umgeben von Wald. Hier ziehen wir gestrandete, kranke oder verwaiste Wildtierbabys auf, um sie gesund wieder in die Wildnis zu entlassen. Darüber hinaus kümmern wir uns um Abgabetiere, darunter Hunde, Pferde, Katzen, ausgediente Batteriehühner, Tauben und viele weitere Tiere. Unser Zuhause ist ein Ort, an dem Kunst, Natur und Tierliebe Hand in Hand gehen.

Rudolf – vom Problemhund zum Apportierass 

Im Jahr 2022 kam Rudolf in unser Leben – ein halbwüchsiger Schäferhund mit einer ziemlich traurigen Vorgeschichte. Zuvor lebte er in einer Familie, in der es ihm offenbar nicht besonders gut ging. Irgendwann waren seine damaligen Besitzer so überfordert, dass sie ihn kurzerhand in einem Handyladen abgaben. Der Ladenbesitzer hatte selbst einen Hund und konnte Rudolf natürlich nicht behalten. So begann Rudolfs Reise zu uns. Als er ankam, war schnell klar: Dieser Hund hatte kaum etwas kennengelernt. Alltagssituationen überforderten ihn völlig. Straßenschilder wurden angebellt, Geräusche machten ihm Angst, und seine Reaktionen waren oft völlig überdreht. Kurz gesagt: Rudolf war eine echte Herausforderung. Doch unter all dem Chaos steckte ein kluger, sensibler Hund – einer, der einfach nie gelernt hatte, wie die Welt funktioniert. Mit Geduld, Beschäftigung und viel gemeinsamer Arbeit begann Rudolf langsam, Vertrauen zu fassen. Schritt für Schritt wurde aus dem nervösen, überforderten Junghund ein Hund, der sein Leben genießen kann. Ganz perfekt ist er bis heute nicht – manchmal ist er immer noch ein bisschen „drüber“. Aber der Unterschied zu damals ist riesig. Heute ist Rudolf ausgelastet, selbstbewusster und vor allem glücklich. Und ganz nebenbei hat sich herausgestellt, dass er ein echtes Talent hat: Apportieren. Inzwischen ist er ein regelrechtes Apportierass geworden – mit Begeisterung, Energie und einer unglaublichen Freude an der Zusammenarbeit. Aus einem Hund, den niemand mehr wollte, ist ein Hund geworden, der sein Leben einfach genial findet. Und genau so soll es sein.

Hermann – vom Accessoire zum glücklichen Hund 
Hermann ist ein winziger Mini-Chihuahua – und doch trägt er eine große Geschichte mit sich. Bevor er zu uns kam, wurde er vor allem als hübsches Accessoire gehalten. Meist saß er in einer Tasche und wurde herumgetragen. Auf den ersten Blick mag das niedlich wirken, doch für einen Hund bedeutet so ein Leben oft etwas ganz anderes: zu wenig Bewegung, zu wenig echte Zuwendung und kaum ein richtiges Hundeleben. Als Hermann zu uns kam, war sein Zustand erschreckend. Er war extrem dünn – so dünn, dass ihm teilweise sogar die Kraft fehlte, richtig zu laufen oder zu bellen. Für einen so kleinen Hund war das eine sehr schwere Ausgangssituation. Doch Hermann bekam die Chance, die er so dringend brauchte. Schon innerhalb der ersten Woche begann er zuzunehmen und neue Energie zu entwickeln. Mit jedem Tag wurde er stärker, lebendiger und mutiger. Heute genießt Hermann sein Leben in vollen Zügen. Er hat einen Hundefreund an seiner Seite, liebt seine warmen Hundebetten und zeigt jeden Tag, wie viel Lebensfreude in ihm steckt. Aus dem kleinen Hund, der früher nur in einer Tasche saß, ist ein fröhlicher, selbstbewusster Begleiter geworden. Und vor allem: ein richtig toller kleiner Hund.
Als Whiplash zu uns kam, war sie ein kleines buntes Pferd mit einem auffällig blauen Auge und einer Vergangenheit, die man nur erahnen konnte. Gekauft wurde sie damals als sogenanntes Problempferd, das kaum händelbar war und große Angstreaktionen zeigte. Den Namen gaben wir ihr selbst: Whiplash – englisch für Schleudertrauma. Kurz nennen wir sie Wippi. Der Name passt zu ihr, denn Wippi ist ein echtes Panikpferd. Sehr schnell wurde klar, dass sie vor unserer Zeit Dinge erlebt haben muss, die kein Tier erleben sollte. Viele Situationen, die für andere Pferde völlig normal sind, versetzten sie in große Angst. Ihre Reaktionen waren oft panisch und unkontrolliert. Es war offensichtlich, dass ihr Vertrauen in Menschen stark erschüttert worden war. Ein Pferd wie Wippi hat es oft schwer im Leben. In vielen Ställen wäre sie vermutlich immer wieder weitergegeben worden, sobald die Probleme zu groß geworden wären. Sie wäre wahrscheinlich zu einem Wanderpokal geworden oder hätte irgendwann ein trauriges Ende genommen. Bei uns sollte das anders sein. Wippi bekam Zeit – Zeit anzukommen, Vertrauen zu lernen und einfach Pferd zu sein. Und sie bekam einen Freund. Seit vielen Jahren lebt sie zusammen mit Taxi, einem kleinen Haflinger. Die beiden geben sich gegenseitig Ruhe und Sicherheit. Heute lebt Wippi schon seit über 15 Jahren bei uns. Sie ist geblieben – mit all ihren Eigenheiten, ihrer Sensibilität und ihrer Geschichte. Aus dem kleinen Problempferd ist ein Pferd geworden, das seinen festen Platz gefunden hat und hier einfach sein Leben leben darf. 
Immer wieder nehmen wir sogenannte Legebatteriehühner bei uns auf. Das sind Hühner, die in großen Betrieben aussortiert werden – oft schon mit gerade einmal zwölf bis vierzehn Monaten. Nicht, weil sie krank wären, sondern weil sie wirtschaftlich nicht mehr interessant genug sind, wenn sie weniger oder unregelmäßiger Eier legen. Wenn diese Hühner zu uns kommen, sind sie oft in einem erschreckenden Zustand. Viele haben kaum noch Federn, ihre Körper sind geschwächt, und ihr Kamm ist blass. Sie haben in ihrem kurzen Leben meist noch nie Sonne gesehen und noch nie Gras unter ihren Füßen gespürt. Bei uns dürfen sie einfach Huhn sein. Wir haben in der Regel zwischen zwanzig und dreißig dieser Hühner. Sie bekommen Platz, frische Luft, Sonne und Zeit – und vor allem ein Leben ohne Leistungsdruck. Sie dürfen bleiben, so lange sie leben, bis sie irgendwann eines natürlichen Todes sterben. Es ist jedes Mal wieder etwas ganz Besonderes, ihnen dabei zuzusehen, wie sie langsam aufblühen. Wie sie vorsichtig die ersten Schritte ins Gras machen, wie sie zum ersten Mal in der Erde scharren oder sich in der Sonne ausstrecken. Am Anfang sind ihre Kämme oft ganz blass, weil sie nie Tageslicht hatten. Doch mit der Zeit bekommen sie Farbe, ihre Federn wachsen nach, und aus den erschöpften Hühnern werden neugierige, lebendige Tiere. Zu sehen, wie sie ihr erstes echtes Hühnerleben entdecken, ist jedes Mal wieder ein kleines Wunder. 

Das sind erst einmal ein paar unserer Geschichten. Hinter jedem unserer Tiere steckt ein eigener Weg, oft mit schwierigen Anfängen und vielen kleinen Schritten zurück ins Leben. Weitere Geschichten werden folgen, sobald ich die Zeit finde, sie aufzuschreiben – denn es gibt noch viele besondere Tiere, die hier ihren Platz gefunden haben. Unten finden Sie außerdem eine kleine Galerie mit Eindrücken unserer Haus- und Wildtiere, die unseren Alltag begleiten.


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